Studieren, Arbeiten und Reisen – geht das? Die Antwort ist ganz klar: Ja! Seit Werner und ich studieren, arbeiten wir nebenbei und bereisen in verschiedenen Abständen und Reisedauer die Welt. Doch wie lässt sich das vereinbaren? Wir haben in diesem Beitrag zehn Anregungen gesammelt, wie es auch bei dir klappt, alles unter einem Hut zu bekommen.

1. Prioritäten setzten und die Reisekasse füllen

„Wir sind arme Studenten“, „Ich habe kein Geld zum Reisen“ – das hört man immer wieder. Genauso oft werden wir gefragt, wie wir uns das finanziell leisten können. Die Antwort ist einfach: Prioritäten setzen. Muss ich jede Woche shoppen gehen? Brauche ich das neue Make-up wirklich? Muss ich beim Weggehen so viel Geld ausgeben? Wir haben unsere Prioritäten gut geordnet und ganz oben steht eben das Reisen. Wer sich einmal die Zeit nimmt und auflistet, für was er alles Geld ausgibt, der wird schnell merken, dass einiges davon nicht unbedingt notwendig ist. Hier nur einige Beispiele:

… es gibt noch viele weitere Beispiele, wie ihr Geld sparen könnt …

Rottnest Island (Foto: Sabina Schneider)

Rottnest Island (Foto: Sabina Schneider)

2. Das Semester & die Arbeit planen

Dieses Semester mache ich alles anders und lerne schon vorher. Wer kennt das nicht? Letztlich funktioniert das in den meisten Fällen aber nicht. Auch bei mir nicht. Manchmal ist es mir selber ein Rätsel, wie ich alles terminlich schaffe. Grund dafür ist wohl, meine Art, alles aufzuschreiben. Mein Terminkalender ist vollgeschrieben, getipext und mit verschiedenen Farben markiert. Ein einziges Chaos möge man meinen, aber nur so behalte ich den Überblick.

Studieren in Shanghai (Foto: Nora Zacharias)

Studieren in Shanghai (Foto: Nora Zacharias)

Sobald mit Termine genannt werden, an denen ich etwas abzugeben habe, notiere ich mir den Termin und schreibe zusätzlich drei Tage vorher eine Erinnerung an den Termin in meinen Kalender. So werde ich rechtzeitig auf die Abgabe hingewiesen. Da ich weiß, dass ich nicht vorlernen werde, wie man es sich immer vornimmt, plane ich das Lernen immer am Schluss ein. Das heißt, in dieser Zeit mache ich keine Termine aus. Dafür davor. Außerdem ist es gutes Gefühl, sich nur auf das Lernen konzentrieren zu müssen.

3. Gruppenarbeiten absprechen

Gruppenarbeiten an der Universität sind furchtbar. Vor allem dann, wenn sie nicht funktionieren. Die meisten kennen das Problem. Manchmal lassen sich solche Gruppenarbeiten allerdings nicht vermeiden. Aber es lässt sich vermeiden, sie ungut enden zu lassen. Dieses Semester habe ich sehr viel Glück gehabt. Auch deswegen, weil wir von Beginn an Aufgaben verteilt haben, uns abgesprochen und Termine im Voraus ausgemacht haben. Das Stichwort heißt: Teamwork. Oft ist die Gruppenarbeit erst einen Tag vor Abgabe mit der Präsentation fertig geworden, aber mit einer klaren Aufgabenteilung ist die halbe Miete gewonnen.

Studierende in Salzburg (Foto: Werner Müller-Schell)

4. Flexibel reisen und lernen, überall zu arbeiten

Als Student hat man Zeit. Viel Zeit. Auch wenn der ein oder andere das kopfschüttelnd liest. Naja, im Vergleich zu einem 40-Stunden-Job hat der Student Zeit. Und die kann er sich sehr gut einteilen. Anderes als ein Festangestellter, ist der Student flexibel und muss sich nicht Urlaubstage bewilligen lassen. Also, worauf wartet ihr?

Arbeiten auf Reisen (Foto: Werner Müller-Schell)

Außerdem habe ich gelernt, von überall aus zu arbeiten. Und das hat bei mir gedauert. Aber ich wusste, dass ich aus beruflichen Gründen sehr viel Zug fahren werden. Also habe ich mich daran gewöhnt und gelernt, auch im Zug arbeiten zu können. Oder zumindest einen Reader-Text der Vorlesung zu lesen und Notizen dazu machen. Was soll ich sagen: Das Zugfahren ist so zu einer sehr produktiven Zeit geworden.

5. Einen einzigen Kalender besitzen

Abgesehen von dem gemeinsamen Kalender der Arbeit, besitze ich nur meinen Taschenkalender. Und in den trage ich alles ein. Ich finde es grundsätzlich wichtig, alles zusammen zu haben und nicht auf hundert verschiedenen Kalender aufgeteilt zu haben. Dabei kann jeder selber entscheiden, wie er es gerne hat. Ich bin eben altmodisch und notiere mir alles per Hand. Aber nur in einen einzigen Kalender. Da ich sehr viele Notizen machen, habe ich mich dieses Jahr für „Ein guter Plan“ entschieden. Das Gleiche gilt ebenfalls für To-Do-Listen. Wer nur eine hat, hat einen besseren Überblick, was zu tun ist. Am besten nach Wichtigkeit sortieren: Was kann warten und wo hast du eine Deadline zu erfüllen? Ihr sucht eine coole, stylische To-Do-Liste? Checkt diesen Amazon-Link!

Kapstadt ist eine der schönsten Städte der Welt. (Foto: Werner Müller-Schell)

Kapstadt ist eine der schönsten Städte der Welt. (Foto: Werner Müller-Schell)

6. Feier- und Brückentage beachten

Das ist natürlich das Allerbeste: Wenn Feiertage so liegen, dass man schnell mal ein verlängertes Wochenende draus machen kann. Und dann vielleicht noch einen Fehltag in der Uni dazu? Schon hat man schnell eine Woche und kann in dieser Zeit auf Reisen gehen. Hier bieten sich Reisen innerhalb Europas besonders gut an. Ein kurzer Städtetrip nach London oder Stockholm? Eine Woche ans Meer? Alles ist möglich!

Street Life in London (Foto: Werner Müller-Schell)

Street Life in London (Foto: Werner Müller-Schell)

7. Semesterferien ausnutzen

Als Student hat man ja zweimal im Jahr Semesterferien. Die lassen sich natürlich gut in Urlaub und Reisen eintauschen und schon hat man einige Wochen mehr Zeit, um die Welt zu entdecken. Leider wird heutzutage von den Studenten gefordert, in dieser Zeit am besten ein Praktikum zu machen. Das ist aber eigentlich kein Problem, wie der nächste Punkt zeigen wird:

8. Studium ins Ausland verlegen

Ich habe im April/Mai 2016 ein Auslandspraktikum in Namibia gemacht und außerdem studiere ich als Deutsche in Österreich. Das mag etwas banal klingen, aber so habe ich auch einiges von Österreich kennengelernt. Zudem bieten viele Unis Austauschprogramme an, mit welchen man ebenfalls für ein Semester im Ausland ist. Und schau‘ dich ein bisschen um, vielleicht bietet die Uni auch Exkursionen ins Ausland an. 

Unterwegs im Süden Namibias (Foto: Sabina Schneider)

Unterwegs im Süden Namibias (Foto: Sabina Schneider)

9. Studienfreunde im Ausland besuchen

Du willst selber nicht in Ausland? Dann besuch deine Studienfreunde dort. Viele nehmen am Erasmus-Programm Teil, das heißt, sie sind in ganz Europa verstreut. Eine gute Gelegenheit, einen Wochenendtrip zu machen und die neue Heimat deiner Studienfreunde kennenlernen. Oder vielleicht hat euer Freund nach dem Austauschjahr noch einen Road Trip geplant und würde dich gerne mitnehmen? Na dann los!

Friends in Iceland (Foto: Sabina Schneider)

10. Unterstützung holen

Klar, immer schaffen wir es auch nicht, alles miteinander zu vereinbaren. Aber oft sind Auftraggeber und Unidozenten nicht ganz so schlimm, und verstehen, wenn du deine Arbeit erst ein oder zwei Tage später abgibst. Wer an Gruppenarbeiten teilnimmt, sollte aber auf jeden Fall vor der Reise den anderen Bescheid geben. Vielleicht findet sich ein guter Kompromiss. Bei Prüfungen kannst du dir zudem Mitschriften oder Zusammenfassungen deiner Kommilitonen holen (aber nutze sie nicht aus).

Hiking in Cape Town (Foto: Werner Müller-Schell)

Hiking in Cape Town (Foto: Werner Müller-Schell)