Ein globaler und Mikrokosmus, dazu die einmalige Verbindung zwischen Natur und Großstadtflair, die vielen Sonnentage, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen – es gibt wenige Städte, die mich so fasziniert haben wie Kapstadt. Es hat seine Gründe, warum ich während meiner großen Afrika-Reise im vergangenen Jahr ganze drei Monate hier verbrachte. In dieser Zeit habe ich Kapstadt aber nicht nur absolut ins Herz geschlossen, sondern dort auch viel erlebt und unternommen. Einiges davon habe ich in diesem Beitrag nun zusammengefasst – damit euch der Einstieg in „Mother City“ leichter fällt. Hier findet ihr 20 Dinge, die ihr in Kapstadt unbedingt machen solltet!

1. Table Mountain – zu Fuß oder per Seilbahn

Der Tafelberg oder Table Mountain ist das wohl bekannteste Fotomotiv Kapstadts. Seinen Namen hat er nicht umsonst seiner Tisch-artigen Form zu verdanken. Ganze 1.000 Meter ist er hoch – wenn man bedenkt, dass Kapstadt am Meer beginnt, zeigt das, wie imposant er über der Stadt thront. Es gibt zwei verschiedene Arten den Table Mountain zu erkunden: zu Fuß (eine leichte und eine schwere Variante, letztere ist nur bei guter Trittsicherheit mit Guide zu empfehlen, beide benötigen gute Fitness) oder per Cable Car. Ersteres dauert rund zwei Stunden, Letzteres geht rasend schnell, aber meistens waret man länger in der Schlange, ehe man die Gondel besteigen kann. Oben auf dem Table Mountain gibt es dann zahlreiche Wanderrouten und tolle View Points. Außerdem kann man auch Activities wie „Abseiling“ unternehmen.

Table Mountain und Lion's Head (rechts) (Foto: Werner Müller-Schell)

Table Mountain und Lion’s Head (rechts) (Foto: Werner Müller-Schell)

2. Den Sonnenuntergang auf dem Signal Hill genießen

Ich liebe Sonnenuntergänge und Kapstadt ist für alle Sunset-Fans der wohl beste Spot auf der ganzen Welt – so viele coole Plätze gibt es hier, um die letzten Minuten des Tages zu genießen. Mein absoluter Lieblingsort: der Signal Hill. Hier geht ihr einfach zu Fuß hinauf oder nehmt ein Uber-Taxi, habt am besten etwas zu essen und zu trinken dabei und chillt euch auf die extra ausgelegten Matten auf dem Bergplateau.

Sunset am Signal Hill in Kapstadt (Foto: Werner Müller-Schell)

Sunset am Signal Hill in Kapstadt (Foto: Werner Müller-Schell)

3. Eine Wanderung auf den Lion’s Head

Direkt neben dem Signal Hill befindet sich der Lion’s Head, Kapstadts zweiter markanter Gipfel. Obwohl nicht einmal eine Stunde lang, ist die Wanderung dennoch eine der schönsten ihrer Art, die ich kenne: Erst geht es einen breiten Weg, später einen fesligen Pfad und letztendlich über leichtes Klettersteig-Terrain mit Leitern zum Gipfel hinauf. Dabei hat man ständig die Aussicht auf den Tafelberg, das Meer oder die Stadt – und das Panorama ist Hammer! Übrigens lassen sich auch Paragliding-Touren hier buchen.

Hiking am Lion's Head (Foto: Werner Müller-Schell)

Hiking am Lion’s Head (Foto: Werner Müller-Schell)

4. Ein Helikopter-Flug über die Skyline Kapstadts

Besucht ihr die Waterfront, werdet ihr relativ schnell mit Angeboten für Rundflüge mit dem Helikopter überschütet werden. Lass euch ruhig darauf ein! Ein Rundflug über Kapstadt ist ein einmaliges Erlebnis. Je nach Anbieter stehen dabei verschiedene Routen auf dem Plan, ein Klassiker ist der Rundflug um den Tafelberg herum, sodass man auch die Weingüter im Osten aus der Luft betrachten kann. Wie immer bei solchen Straßenangeboten: Der erste Preis ist nie der Beste, Handeln ist erlaubt!

Kapstadt von oben (Foto: Werner Müller-Schell)

Kapstadt von oben (Foto: Werner Müller-Schell)

5. Kapstadt aus der Luft: Sky Diving

Wir bleiben in der Luft. Rund eine Fahrstunde von Kapstadt entfernt befindet sich die Base von Mother City SkyDiving. In einem kleinen Propellerflugzeug werdet ihr auf etwas über 3.000 Meter geflogen und springt dort gemeinsam mit einem erfahrenen Guide ab. Freier Fall und Fallschirmerlebnis inklusive.

Skydive in Kapstadt (Foto: Werner Müller-Schell)

Skydive in Kapstadt (Foto: Werner Müller-Schell)

6. Sunset Kayaking: Sonnenuntergang auf dem Meer

Eines meiner absoluten Acitivity-Highlights in Kapstadt war eine Kayak-Tour auf dem Meer. Kaskazi Kayaking bietet hier regelmäßig Touren an, bei denen man von der Waterfront aus hinaus auf das offene Wasser padelt, um von dort die Skyline der Stadt zu bewundern. Ich hatte besonderes Glück: Nur 20 Meter von unseren Kayaks entfernt tauchten plötzlich Wale auf – diese Giganten so nah zu bewundern, war unvergesslich.

Sunset Kayaking vor der Skyline Cape Towns (Foto: Werner Müller-Schell)

Sunset Kayaking vor der Skyline Cape Towns (Foto: Werner Müller-Schell)

7. Ausflug nach Hout Bay

Hout Bay ist ein kleiner Ort im Süden Kapstadts, den man gewöhnlicherweise auf dem Weg zum Kap der Guten Hoffnung passiert. Das Fischerstädtchen ist mit seinen zahlreichen Restaurants, dem kleinen Einkaufszentrum und dem immer sonntags stattfindenden Flohmarkt immer einen Besuch wert. Auch starten hier die Ausflüge zum Robbenschwimmen (siehe Punkt 12).

Die Bucht von Hout Bay (Foto: Werner Müller-Schell)

Die Bucht von Hout Bay (Foto: Werner Müller-Schell)

8. Entspanntes Shoppen auf dem Old Biscuit Mill Market

„The Old Biscuit Mill“ ist es eine alte Backfabrik aus dem 19. Jahrhundert im Stadtteil Woodstock, auf deren Gelände heute jeden Samstag ein bunter Markt abgehalten wird. Naturprodukte, Brot, Käse, Bier, Schinken, Häppchen – hier bleiben keine Wünsche offen. Neben vielen Geschäften, die zum Schlendern einladen, spielt auch gute Musik.

Old Biscuit Mill (Foto: Werner Müller-Schell)

Old Biscuit Mill (Foto: Werner Müller-Schell)

9. Beach time – Camps Bay und Clifton

In unmittelbarer Nähe zum Stadtkern gibt es mit Camps Bay und den Clifton-Stränden ein wahres Paradies für Beach-Genießer. Camps Bay ist ein großer, langer Strand, direkt zwischen Tafelberg und Lion’s Head, an dem es auch eine Strandpromenade mit vielen guten Lokalen gibt (mein Seafood-Favorit ist Codfather). Clifton ist nur ein paar Kilometer davon in Richtung Waterfront entfernt und durch verschiedene Felsformationen in vier kleinere Strände aufgeteilt, von denen jeder etwas Besonderes hat. Mein Favorit war #4, da es hier am einsamsten ist.

Sunset am Clifton Beach (Foto: Werner Müller-Schell)

Sunset am Clifton Beach (Foto: Werner Müller-Schell)

10. Garden Route – das romantische Südafrika

Die Garden Route erstreckt sich von Mossel Bay bis fast nach Port Elizabeth und ist eines der touristischen Highlights Südafrikas. Jedes Jahr bereisen sie Hundertaussende Besucher. Am besten erkundet ihr sie per Road Tip. Highlights sind unter anderem der Garden-Route-Nationalpark, die Lagunenlandschaft von Knysna, der Addo Elephant Park und die Bloukrans Bridge, welche mit dem höchsten Bungee-Sprung Südafrikas auf euch wartet (216 Meter).

Kapstadt aus der Ferne (Foto: Werner Müller-Schell)

Kapstadt aus der Ferne (Foto: Werner Müller-Schell)

11. Cape Town Cycle Tour – das größte Radrennen der Welt

Jedes Jahr am ersten Wochenende im März verwandelt sich Kapstadt in die Hauptstadt aller Fahrradfahrer. Die Cape Town Cycle Tour ist mit 40.000 Teilnehmern das größte Radrennen der Welt. Über etwas mehr als 100 Kilometer fährt dabei einmal zum Kap der Guten Hoffnung und wieder zurück. Von dem Wort Rennen darf man sich allerdings keinesfalls abschrecken lassen: Während vorne die Profis um den Sieg sprinten, geht es hinten viel gemächlicher zu. Sogar einen Einradfahrer habe ich auf der Strecke gesehen.

Bei der Cape Town Cycle Tour (Foto: Werner Müller-Schell)

Bei der Cape Town Cycle Tour (Foto: Werner Müller-Schell)

12. Mit Robben schwimmen beim Seal Snorkling

In Hout Bay werden vom Hafen aus verschiedene Touren zur Robbeninsel Duiker Island angeboten. Es gibt wahlweise Bootsfahrten, die um die Insel herumfahren, um die Robben zu bewundern, aber auch welche, bei denen man vom Schlauchboot aus ins Wasser springt, um mit den Robben zu schwimmen – ein unvergessliches Erlebnis, diesen Tieren so nahe zu sein!

Seal Snorkling bei Hout Bay (Foto: Werner Müller-Schell)

Seal Snorkling bei Hout Bay (Foto: Werner Müller-Schell)

13. City- und Partylife in Long Street, Bree Street und Kloof Street

Die drei zentralen Straßen in Kapstadt sind die Long Street, die Bree Street und die Kloof Street. Hier gibt es viele tolle Lokale und Partymöglichkeiten, sodass man auch nach Monaten nicht alles abgeklappert hat. Klassiker sind etwa das Beerhouse (unglaubliche Auswahl an Biersorten) und Mama Africa (afrikanisches Food) in der Long Street. Die besten Burger gibt es bei Clarke’s in der Bree Street und bei Hudon’s in der Kloof Street. Für Digitale Nomaden ist die Kloof Street der absolute Hotspot: Zahlreiche Cafés wie etwa Yours Truly (auch sehr cooles, alternatives Food) bieten gutes Wifi an, sodass ihr eure Arbeit bequem erledigen könnt und gleichzeitig einen wunderbaren Blick auf den Tafelberg habt. Und wenn ihr noch einen Klassiker zum Fortgehen sucht? Mexican in der Long Street bietet jeden Mittwoch Shots für 1 Rand an, Club 31 in der Riebeek Street bietet die beste View über die Stadt.

Kapstadt ist ein absoluter Burger-Hot-Spot! (Foto: Werner Müller-Schell)

Kapstadt ist ein absoluter Burger-Hot-Spot! (Foto: Werner Müller-Schell)

14. Pinguine sehen am Boulders Beach

Was, in Afrika gibt es Pinguine? Ich konnte das anfangs nicht glauben, bis ich es selbst gesehen habe! Am Boulders Beach, nur rund 45 Minuten südlich von Kapstadt, lebt aber tatsächlich eine Kolonie von 3.000 Brillenpinguinen. Um die Pinguine zu sehen, wird zwar Eintritt verlangt – das ist diese Erfahrung aber allemal wert.

Pinguine am Boulders Beach (Foto: Werner Müller-Schell)

Pinguine am Boulders Beach (Foto: Werner Müller-Schell)

15. Durch Schluchten fliegen bei der Cape Canopy Tour

Etwa eine Stunde östlich von Kapstadt taucht man ein in das Hottentots Holland Nature Reserve, eine Gebirgslandschaft, die bisweilen etwas an die Alpen im Sommer erinnern kann. Mit seinen Schluchten ist das Gebiet dabei ideal für ein Outdoor Adventure: Bei der Cape Canopy Tour hängt ihr, gesichert von einem Klettergurt, nur an einem Drahtseil und überquert so verschiedene Schluchten. Adrenalin-Kick garantiert!

Auf der Cape Canopy Tour (Foto: Werner Müller-Schell)

Auf der Cape Canopy Tour (Foto: Werner Müller-Schell)

16. V&A Waterfront

Direkt am Meer gelegen befindet sich die V&A-Waterfront, ein Areal, das etwas an das berühmte Pier 39 in San Francisco erinnert: Alte Bauwerke in modernem Gewand, viele Lokale, Souvenirshops und andere Touristenattraktionen. Ein schönes, ruhiges Viertel mit Hafenflair, in dem man wunderbar den Tag verbringen kann.

Unterwegs in der Victoria & Alfred Waterfront (Foto: Werner Müller-Schell)

Unterwegs in der Victoria & Alfred Waterfront (Foto: Werner Müller-Schell)

17. Cape Point Tour

Zu jedem Kapstadt-Tripgehört die Cape Point Tour, eine Tour auf der man die Kap-Halbinsel und den Table Mountain National Park mit der beeindruckenden Landschaft besucht. Am besten macht ihr das per Mietwagen auf eigene Faust oder ihr bucht einfach eine Tour. Highlights sind hier unter anderem das liebliche Village Hout Bay, der Boulders Beach mit den Pinguinen, das Kap der Guten Hoffnung und der Cape Point National Park mit wilden Tieren (Strauße, Paviane etc.).

Auf der Cape Point Tour (Foto: Werner Müller-Schell)

Auf der Cape Point Tour (Foto: Werner Müller-Schell)

18. Muizenberg

Muizenberg liegt eine knappe halbe Stunde östlich von Kapstadt und ist das Surfer-Paradies schlechthin! Grund dafür sind der lange Sandstrand und die auf dieser Seite der Kap-Halbinsel etwas wärmeren Wassertemperaturen und natürlich der Wellengang. Bekannt ist der Strand auch für die bunten Strandhäuser – ein Motiv, das man von vielen Südafrika-Postkarten kennt.

Muizenberg (Foto: Werner Müller-Schell)

Muizenberg (Foto: Werner Müller-Schell)

19. Woodstock Cycleworks – der etwas andere Fahrradladen

Woodstock ist ein aufblühender Stadtteil in Kapstadt, in dem es sehr viele Kreative gibt, die ihre Ideen umsetzen. Als Fahrrad-Fan entdeckte ich dabei Woodstock Cycleworks, einen Laden, der sich vor allem auf die Restauration alter Rennräder spezialisiert hat und dabei die Fahrradkultur huldigt wie kein anderer. Zum Shop gehören auch ein kleines Café und eine Leseecke.

Woodstock Cycleworks in Cape Town (Foto: Werner Müller-Schell)

Woodstock Cycleworks in Cape Town (Foto: Werner Müller-Schell)

20. Die bunten Häuser von Bo-Kaap

Wir bleiben beim Bunten: In Kapstadt selbst gibt es ein Stadtviertel, das auf jede To-Do-List eines Trips hierher besucht werden muss: Bo-Kaap. Der Stadtteil liegt zu Füßen des Signal Hill und versprüht den Charme längst vergangener Zeiten: Kopfsteinpflasterstraßen, bunte Häuser und historische Gebäude an jeder Ecke. Hier gibt es auch wohl das beste Bobotie (den typisch südafrikanischen Hackauflauf) in Kapstadt.

Bo-Kaap (Foto: Werner Müller-Schell)

Bo-Kaap (Foto: Werner Müller-Schell)

21. Wine Tasting in Stellenbosch

Südafrika ist bekannt für guten Wein. Aus diesem Grund ist ein Wine Tasting hier Pflicht. Insbesondere das nahe Stellenbosch bietet sich an, ist es doch nur eine Stunde Fahrtdauer von Kapstadt entfernt. Am besten bucht ihr eine der vielen Wine-Tasting-Touren in der Stadt, dann werdet ihr zu verschiedenen Weingütern gefahren, dürft tasten und am Ende habt ihr kein Problem mit dem Autofahren.

Wine Tasting in Stellenbosch (Foto: Werner Müller-Schell)

Wine Tasting in Stellenbosch (Foto: Werner Müller-Schell)

22. Tauchem mit Weißen Haien

Great White Shark Diving ist eine der Activities, die einem in Südafrika sehr oft angeboten werden. Inwieweit man das Ganze mitmachen will und sich traut, mit Weißen Haien zu tauchen, ist jedem selbst überlassen. Ich habe es leider nie geschafft, aber meine Freunde in Kapstadt haben es als „erinnerungswürdig“ beschrieben.

Great White Shark Diving (Photo: Pelle Edholm)

Great White Shark Diving (Photo: Pelle Edholm)

23. Im „Company’s Garden Park“ chillen

Activities, Sightseeingspots etc. – bei all dem Touri-Stress tut es auch mal ganz gut, abzuschalten. Warum chillt ihr euch also nicht einfach einmal für ein paar Stunden in den zentralen Park Kapstadt? In Company’s Garden ist es sehr ruhig – für mich der ideale Ort zum Entspannen.

Company's Garden Park (Foto: Werner Müller-Schell)

Company’s Garden Park (Foto: Werner Müller-Schell)

24. Robben Island

Vorweg: Ich habe es leider nie geschafft, Robben Island zu besuchen. Die kleine Insel liegt vor der Küste Kapstadts und spielte in der Geschichte Südafrikas eine besondere Rolle, da in dem dortigen einstigen Gefängnis unter anderem Nelson Mandela inhaftiert war. Von Freunden habe ich gehört, dass man die Tour Tage im Voraus buchen sollte, da der Menschenandrang so groß ist.

Robben Island aus der Ferne (Foto: Werner Müller-Schell)

Robben Island aus der Ferne (Foto: Werner Müller-Schell)

25. Cape Agulhas – der wirklich südlichste Punkt Afrikas

Das Kap der Guten Hoffnung wird jeden Tag von Tausenden Menschen besucht – unter anderem, weil es der südlichste Punkt Afrikas sein soll. Doch der wirklich südlichste Punkt ist das Cape Agulhas, ein paar Stunden östlich von Kapstadt. Solltet ihr also einen Mietwagen und etwas Zeit haben, fahrt dorthin!

Sonnenuntergang in Südafrika (Foto: Werner Müller-Schell)

Sonnenuntergang in Südafrika (Foto: Werner Müller-Schell)