Atemberaubende Landschaften erleben, stimmungsvolle Momente genießen, neue Menschen und Kulturen kennenlernen. Reisen ist eine Leidenschaft, die viele Menschen teilen. Doch wer sind „die Reisenden“? In unserer neuen Rubrik Reiseportrait wollen wir ab sofort in regelmäßiger Reihenfolge Reisende zu ihren Erlebnissen im Ausland interviewen und euch ihre Geschichten vorstellen.

Den Anfang macht Magdalena Konnerth. Die 29-Jährige kommt aus Elixhausen, einer kleinen Gemeinde kurz vor Salzburg, und verbrachte von November 2014 bis Mai 2015 sieben Monate in Südafrika. Seit ihrer Rückkehr ist sie mit ihrem Portal Alpine Surf Café zudem als Bloggerin aktiv. Im Interview berichtet sie uns davon, was sie alles in Südafrika erlebt hat, wo ihre Lieblingsspots waren und was für sie die Leidenschaft des Reisens überhaupt ausmacht.

Magdalena Konnerth (Foto: Alpine Surf Café / www.alpinesurfcafe.com)

Magdalena Konnerth (Foto: Alpine Surf Café / www.alpinesurfcafe.com)

Was hast du genau in Südafrika gemacht?

Magdalena: Ich habe in der technischen Kundenberatung von Amazon Kapstadt im Bereich digitale Produkte gearbeitet – vier Tage pro Woche für zehn Stunden. Den Rest der Zeit habe ich dazu genutzt, das Land und seine Menschen kennenzulernen. Und ich habe es ausgekostet nur eine halbe Stunde entfernt von wunderbaren Surfstränden zu leben.

Wie kam es zur Entscheidung, für sieben Monate dorthin zu gehen?

Magdalena: Mein Freund und ich hatten schon länger den Wunsch, für einige Zeit in einem anderen Land zu leben. Für Südafrika sprachen einige Argumente: Englisch als Amtssprache, das Klima, das Meer, die traumhafte Landschaft und vor allem auch die beeindruckende Kulturvielfalt. Nach der Zusage von Amazon Kapstadt haben wir unsere Arbeit als PR-Berater in München aufgegeben und sind schon kurz darauf in den Flieger gestiegen. Dass genau sieben Monate daraus wurden, hat sich dann von selbst ergeben.

Südafrika (Foto: Alpine Surf Café / www.alpinesurfcafe.com)

Südafrika (Foto: Alpine Surf Café / www.alpinesurfcafe.com)

Warst du schon immer eine „Welt-Entdeckerin“? Oder war das dein erster großer Auslandsaufenthalt?

Magdalena: Es war mein erster mehrmonatiger Auslandsaufenthalt. Als „Welt-Entdeckerin“ würde ich mich aber trotzdem bezeichnen. Ich war mehrere Wochen in England, New York, Vietnam und Australien und bin zwei Mal ausgedehnt mit Freunden per Interrail durch europäische Länder gereist. Auch cool waren meine zwei Reisen mit einer Salzburger Pfadfindergruppe: Das erste Mal sind wir mit Zelt und Rucksack von Frankreich über die Pyrenäen bis nach Spanien gewandert, das zweite Mal zwei Wochen durch Sizilien getourt.

Du hattest während deines Aufenthalts sicher auch Zeit, Land und Leute kennenzulernen. Was hast du alles erlebt?

Magdalena: Ich habe versucht, so viel wie möglich von Kapstadt und der Kap-Halbinsel bis hinunter zum Kap der Guten Hoffnung entdecken. Abgesehen davon waren wir in Stellenbosch, einer kleinen Universitätsstadt in den Weinbergen und sind in Richtung Osten entlang der berühmten Garden Route über Cape Agulhas, den südlichsten Punkt Afrikas, bis zur Lagunenstadt Knysna gefahren. Unser Urlaub im Februar ging dann nach Durban und von dort aus weiter Richtung Norden über das subtropische St. Lucia bis ins ruhige Tauchparadies Sodwana Bay – mitten im Busch. Im Nationalpark Hluhluwe Imfolozi haben wir uns außerdem auf die Suche nach den berühmten Big Five gemacht.

Südafrika (Foto: Alpine Surf Café / www.alpinesurfcafe.com)

Südafrika (Foto: Alpine Surf Café / www.alpinesurfcafe.com)

Was war dein bestes Erlebnis bzw. dein Lieblingsspot in Südafrika?

Magdalena: Der kleine Ort St. Lucia in der Provinz Kwazulu-Natal. Dort ist es wunderbar grün, witzige weiße Äffchen tummeln sich auf Bäumen und nachts spazieren regelmäßig um 2.00 Uhr Hippos auf den Straßen. Wir haben dort im Guesthouse eines 92-jährigen Südafrikaners gewohnt, der sich mit seiner Frau freiwillig und noch immer voller Freude um seine Gäste kümmert.

Welche Erkenntnisse hast du nach dieser langen Zeit im Ausland für dich wieder mit nach Hause genommen?

Magdalena: Die sieben Monate haben mir gezeigt, dass man von Menschen anderer Kulturen eine Menge lernen kann, denn sie haben häufig ganz andere Erfahrungen gemacht als wir. Ein schönes Beispiel dafür waren die vielen positiven Alltagsgeschichten aus Kapstadt, die immer wieder zeigten, dass sich viele Menschen die Apartheit wirklich vergeben haben und heute Seite an Seite in Frieden zusammenleben.

Wieder zurück startest du jetzt als Bloggerin durch. Wie kam es zur Idee von „Alpine Surf Café“?

Magdalena: Die Zeit in Südafrika war für mich eine Zeit, in der ich mir viele Gedanken über meine berufliche Zukunft gemacht habe. Ich war zuvor drei Jahre lang in einer PR-Agentur tätig – es war eine spannende Zeit, aber mir hat auch etwas gefehlt. Ich wollte einen Weg finden, wie ich kreativ sein kann und meine Begeisterung für unsere Natur, den Sport und den zugehörigen Lebensstil weitergeben kann. Dabei kam mir die Idee vom „Alpine Surf Café“.

Worum geht es bei „Alpine Surf Café“?

Magdalena: Das Alpine Surf Café ist ein Outdoor- und Lifestyleblog für alle, die gerne in der Natur, insbesondere am Berg und in oder auf dem Wasser, aktiv sind. Allerdings geht es nicht um die richtige Technik beim Sport, sondern um die Lifestylethemen drum herum wie Ausflugs- und Reiseideen, Mode, inspirierende Outdoorfilme und -bücher oder neue Wasser- oder Bergsportarten. Der Blog soll die Leser zu neuen Erlebnissen inspirieren, Tipps für die Planung geben und die Vorfreude auf die nächsten Sportabenteuer vergrößern.

Outdoor-Aktivitäten haben oft ja auch mit Reisen zu tun. Was macht für dich die Leidenschaft des Reisens aus?

Magdalena: Reisen ist für mich Neugier und die Begeisterung für unsere Welt, die Menschen und die Natur. Hinzu kommt, dass man dabei absolut im Hier und Jetzt ist. Um genau das zu spüren und die wunderschöne Vielfalt unserer Welt zu erleben, empfehle ich jedem so viel es geht zu reisen und Erfahrungen im Ausland zu sammeln.

Welche Reiseziele stehen noch auf deiner „Bucket List“? Geht es vielleicht auch nochmal zurück nach Südafrika?

Magdalena: Momentan begeistern mich am meisten Japan, Brasilien und der hohe Norden. An Japan reizt mich sowohl die Landschaft als auch die geschichtsträchtige Kultur. Brasilien verbinde ich mit absoluter Lebensfreude und in den hohen Norden zieht es mich wegen des vielen Schnees und dem Leben in der Kälte. Nach Südafrika geht es bestimmt auch noch einmal zurück. Ich habe das Land und insbesondere Kapstadt und seine Menschen einfach in mein Herz geschlossen – und es gibt dort auch noch einiges mehr zu sehen.

Liebe Lena, vielen Dank für das Gespräch!

Südafrika (Foto: Alpine Surf Café / www.alpinesurfcafe.com)

Südafrika (Foto: Alpine Surf Café / www.alpinesurfcafe.com)

Magdalena Konnerth ist nicht nur leidenschaftliche Reisende und Surferin, sondern auch Bloggerin. In ihrem Blog Alpine Surf Café veröffentlicht sie regelmäßig Beiträge über Sport- und Sportstyle-Fashion, Sporterlebnisse und Urlaube. Zusätzlich bekommt man auch Insider-Tipps zu besonderen Shops, originellen Cafés oder den besten, aber nicht so bekannten, Plätzen in der Nähe des Ausflugsorts. Zudem probiert sie ab und an eine neue Sportart im Wasser und / oder in den Alpen für Dich aus.